„Twitter braucht kein Mensch“

Ich finde es traurig, dass man sich hierzulande noch immer damit brüsten kann, vom Internet und den neuen Kommunikationsformen keine Ahnung zu haben. Traurig ist auch, dass gestandene und hierzulande sehr prominente Medienleute auch Ende 2009 noch nicht verstanden zu haben scheinen, dass nicht jede veröffentlichte Information heutzutage für eine große Menge an Personen relevant sein muss. Die Zeiten sind vorbei, da der früher zugrundeliegende Mangel an Öffentlichkeitszugängen dank des Internets beseitigt ist. Heute finden auch viele persönliche Gespräche im Internet statt, die nun einmal nicht immer Hochrelevantes enthalten. Interessant ist jedenfalls zu beobachten, wie emotional die unten zu sehenden Beteiligten über Twitter herziehen. Da scheint sich doch einiges aufgestaut zu haben.

Wenn Johannes B. Kerner sich über seinen Fake-Account bei Twitter (zu Recht) ärgert, dann soll er ihn sperren lassen. Schade, dass er den Umstand nutzt, um Stimmung gegen jene zu machen, die Twitter tatsächlich und auch für Sinnvolles nutzen. Bevor er über hochqualitativen Journalismus redet, sollte er zumindest recherchiert haben, wie man Twitter technisch bedienen kann. Nicht mal das konnte er in der Sendung.

Man wünschte sich jedenfalls, dass dieser Videoausschnitt (3 min.) eher karriereschädigend als -fördernd wäre:

via: WELT ONLINE

 

UPDATE – Für alle Fans unserer Top-Journalisten: (Video: 2 min.)


Switch Reloaded Johannes B. Kerner – MyVideo