Gedanken von Bonnier R&D und mir zur Zukunft der Zeitschriften

Während des Querlesens diverser Blogs bin ich bei UPLOAD und den Blogpiloten auf das interessante Video unten gestoßen. Dort zeigt Bonnier R&D, wie es sich die Zukunft von Zeitschriften vorstellt. Eine Kernaussage ist, dass man sich von dem aus der Papierwelt übernommenen Blättern lösen müsse, um auf neue und den digitalen Medien angemessene Lösungen zu kommen. Das sehe ich genauso und hatte auf Basis der gleichen Überlegung mal über einen Literatur-Ticker nachgedacht.

Grundsätzlich ist mein Eindruck, dass auch das vorgestellte Konzept von Bonnier R&D eines des frühen Übergangs ist. Auch die Bonnier-Lösung orientiert sich für meinen Geschmack noch stark an der Print-Welt. Dort werden ebenfalls Bilder mit mehr oder weniger langen Texten kombiniert, wenn sie auch anders angeordnet sind. Ich bin mir aber unsicher, ob wir gerade in dem Bereich, der heute durch bildlastige Magazine abgedeckt wird, langfristig so viel Text nutzen werden.

Ich könnte mir eher vorstellen, dass man im Dienste der bestmöglichen Informationsvermittlung und Ansprache der Menschen künftig immer stärker versuchen wird, alle relevanten Sinne anzusprechen. Denn wenn man auf einem Display Bilder und Texte sieht, stehen beide Elemente im Wettbewerb um die Aufnahmefähigkeit der Augen. Viel besser funktioniert das Ganze, wenn sich die Augen auf die Bilder (bzw. Bewegtbilder) konzentrieren können und die sonstigen Inhalte über die Ohren aufgenommen werden können. Das Fernsehen macht dies erfolgreich vor.

Spannend finde ich daher, auf welche Weise man versuchen könnte, künftig weitere Sinne einzubeziehen. Wenn ich mir das Magazin der Zukunft zu erträumen hätte, würde ich mich also nicht auf das Sehen beschränken, sondern auch das Hören sowie den Tast-, Geschmacks- und Geruchssinn einbeziehen wollen, um auch über diese Sinne Informationen zu vermitteln.

Video (8 min.):