Der Radiosender KPFA betreibt seit 1949 erfolgreich Crowdfunding

Heute bin ich zufällig über KPFA gestolpert – den ältesten von seinen Hörern bezahlten Radiosender in den USA. Er ist ein weiterer Beleg dafür, dass die Crowdfunding-Idee nicht neu ist, sondern schon immer überall dort genutzt wurde, wo ein Mangel vorherrschte bzw. etwas über den Markt nicht adäquat finanziert werden konnte.

KPFA verfolgt diese Ziele:

  • To promote cultural diversity and pluralistic community expression
  • To contribute to a lasting understanding between individuals of all nations, races, creeds and colors
  • To promote freedom of the press and serve as a forum for various viewpoints
  • To maintain an independent funding base

In der Selbstbeschreibung von KPFA heißt es:

Founded in 1949 by Lewis Hill, a pacifist, poet, and journalist, KPFA was the first community supported radio station in the USA. KPFA broadcasts on 94.1 FM and KPFB 89.3 FM, Berkeley, and KFCF 88.1 FM, Fresno, California. Our signal reaches one third of the state, utilizing 59,000 watts.

Much of our programming is local, original and eclectic, with a well produced mix of news and in depth public affairs, an ongoing drama, literature and performance series, interviews, and reviews. Our music ranges from folk to hip hop, Bach to Nusrat Fateh Ali Khan. We travel the region to broadcast live music, demonstrations, and cultural events. The majority of our staff are unpaid community volunteers donating their time and energy to bring you our programming.

6 comments

  1. Das ist ein echt schönes Beispiel für Crowdfunding „with a cause“!

    Ein noch älteres Beispiel (ich hab es hier im Blog noch nicht gefunden, daher der Kommentar) ist der Sockel der Freiheitsstatue, der bereits im Jahre 1885 teilweise durch Crowdfunding mit kleinen Beiträgen finanziert wurde. Es war durch verschiedene Fundraising-Maßnahmen in Frankreich und Amerika schon viel Geld zusammengetragen wurden, dennoch fehlte noch eine beachtliche Summe. Joseph Pulitzer startete die Kampagne und versprach im Gegenzug, den Namen jedes Funders in seiner Zeitung, der „World“, zu veröffentlichen, egal wie klein der Betrag sei. Wer weiß, wo – und ob überhaupt – die Freiheitsstatue heute ohne die Beiträge von über 120.000 Menschen stehen würde. (die ganze Geschichte hier: http://www.endex.com/gf/buildings/liberty/libertyfacts/LibertyConstruction/CasinoTheater/CasinoTheater.htm)
    Antti Hannula beschreibt in seinem lesenswerten Beitrag, was wir aus der Geschichte lernen können. Zum Beispiel, dass Crowdfundingprojekte am besten funktionieren, wenn sie eine emotionale Komponente haben. In Anttis Blog gibt es die Fortsetzung:
    http://hbe.fi/gasellit/statue-of-the-liberty-was-crowdfunded/

    VG,
    Friederike von Seedmatch

  2. Die Liste für Beispiele gerade aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert ließe sich quasi endlos fortsetzen. Ich wohne ja in Leipzig und hier haben wir auch ein schönes Beispiel vor der Haustür: das Völkerschlachtdenkmal. Finanziert wurde es durch eine Lotterie und durch Spenden.

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