Lese-Tipp: Kleine Geschichte der Literatur- und Buch-Mashups

Björn Grau hat für das Architekturmagazin urban spacemag einen interessanten Beitrag über das Thema Copy/Paste in der Literaturgeschichte geschrieben:

Mash my book up

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Da auch in Zeiten der Originalität alle Autoren immer auch Leser sind und die gelesenen Texte mindestens fragmentartig in unseren Köpfen bleiben, hinterlassen diese Spuren in unseren Gedanken und tauchen irgendwie irgendwo irgendwann auch in unseren eigenen Äußerungen wieder auf. So wird es mitunter schwierig, Henne und Ei sauber zu trennen. Dies Wiederaufnahme von Texten anderer kann unbewusst oder bewusst geschehen und vom Motiv über das Zitat zur Collage bis hin zum Plagiat reichen.
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Wenn es dafür eine klare Regel gäbe, könnte jeder mit etwas Auswendiglernen der Methode Top-Bücher schreiben. Da das immer noch nicht passiert, muss wohl auch hinter gutem Covern ein Geheimnis liegen. Und das ist der Überraschungsmoment der neuen Zusammenstellung, das Gegen-den-Strich-Bürsten des Bekannten, der Witz in den Anspielungen.
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via: Nerdcore

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