In eigener Sache: Ich unterstütze autoren@leipzig und das AutorenCamp als Kooperationspartner

Die Leipziger Buchmesse ist heute einer der wichtigsten Treffpunkte des gesamten deutschsprachigen Buchmarktes, was gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann, wenn man sich die Herausforderungen der geschichtlichen Ereignisse seit den 1930er Jahren vor Augen führt. Eine besondere Stärke der Leipziger Buchmesse ist das Begleitprogramm Leipzig liest mit Tausenden Literaturveranstaltungen an allen möglichen Orten der Stadt bis hin zur Bäckerei und zum Fleischer, das nur durch die Lesefreude des Leipziger Publikums möglich ist.

autoren@leipzig

In diesem Jahr gibt es einen neuen Schwerpunkt, der Leipzig liest ideal ergänzt: autoren@leipzig. Hier wird ein ganzes Spektrum an Angeboten für Autoren aller Art – von Verlagsautoren über Blogger bis hin zu Self-Publishing-Autoren – geboten, die ja vielfach ohnehin schon in Leipzig sind und so noch mehr Anreize bekommen, auf die Buchmesse zu kommen. Das ergibt nicht zuletzt deshalb Sinn, weil die Leser ja in dem Maße zunehmend selbst zu Autoren werden, in dem sie im Internet aktiv sind – Stichwort Prosument. Die Übergänge sind da inzwischen sehr fließend. Ich unterstütze autoren@leipzig also nicht nur deshalb, weil die Leipziger Buchmesse einer meiner Beratungskunden ist, sondern weil ich von der Sinnhaftigkeit dieses Ansatzes absolut überzeugt bin.

Viele der anwesenden Autoren suchen in Leipzig nicht „nur“ den Kontakt zum Publikum, sondern auch fachliche Anregung und Austausch. Daher wird es im Rahmen von autoren@leipzig ein breites Fortbildungs- und Netzwerkangebot geben, das ganz Verschiedenes umfasst:

  • Forum leipzig.liest.digital – Hier gibt es Informationsveranstaltungen zu erfolgreichem analogen und digitalen Marketing, zu Veröffentlichungen in E-Book-Form oder zur erfolgreichen Verlagssuche.
  • Digitales Wohnzimmer – Hier präsentieren sich unterschiedliche Internet-Literaturplattformen und geben Einblick in ihre Arbeit.
  • AutorenLounge – Hier haben Autoren und alle, die es werden wollen, die Möglichkeit, bei einem kleinen gastronomischen Angebot neue Kontakte zu knüpfen und Netzwerke zu pflegen.
  • Geschlossene Workshops – In Kooperation mit dem Literaturinstitut Leipzig können Verlage, die auf der Leipziger Buchmesse ausstellen, ihre Autoren für ein Fortbildungsprogramm anmelden. Hier geht es unter anderen um die professionelle Gestaltung des eigenen öffentlichen Auftritts oder die erfolgreiche Organisation und Durchführung von Lesungen.
  • Wissenschaftliche Untersuchung – Ebenfalls in Kooperation mit dem Literaturinstitut Leipzig erstellt die Leipziger Buchmesse eine wissenschaftliche Untersuchung, deren Ergebnisse Anfang März vorgestellt werden. Die Bedürfnisse von Autoren und Verlagen sollen in Bezug zueinander verifiziert und dabei soll auch untersucht werden, ob und auf welche Weise die Digitalisierung dieses Verhältnis beeinflusst bzw. wandelt. Dazu werden sowohl  Autoren als auch Verlage befragt.

Das komplette Fachprogramm steht ab dem 16. Februar auf www.leipzig-liest.de bereit.

AutorenCamp

Ein besonderes Highlight von autoren@leipzig ist das AutorenCamp – das erste BarCamp exklusiv für Autoren und deren Interessen. Warum ist das sinnvoll?

Dank Internet und digitaler Technik kann heute ansich jeder zum Autor werden. Aber es reicht ja nicht, „nur“ ein Buch zu veröffentlichen oder etwas ins Netz zu stellen, um gelesen zu werden. Man muss auch sichtbar sein. Das gilt für Verlagsautoren ebenso wie für Blogger und Web-Publisher.

Überhaupt gleichen die neuen technischen Möglichkeiten oft einem Dschungel, in dem man sich allzu leicht verlaufen und viel Zeit verlieren kann. So wird gefühlt jeden zweiten Tag eine neue Plattform im Internet als die Zukunft gefeiert oder es wird ein neues Tool als unabdingbar dargestellt. Zudem sind schon Plattformen wie Facebook eine Wissenschaft für sich. Das Gleiche gilt für die neuen Publikationsinstrumente wie E-Books, Kindle-Store, iBookstore etc.

Außerdem darf nicht vergessen werden, was selbst eine überaus erfolgreiche und ehemals reine Self-Publishing-Autorin wie Amanda Hocking für sich festgestellt hat: I want to be a writer. I do not want to spend 40 hours a week handling emails, formatting covers, finding editors, etc. Right now, being me is a full-time corporation.

Fakt aber ist, dass man sich als Autor mit den neuen Möglichkeiten wird auseinander setzen müssen. Auch viele Verlage gehen dazu über, spezielle Seminare für ihre Autoren anzubieten, um sie fit für die digitale Welt zu machen. Das Problem aber ist dabei, dass oft selbsternannte Social-Media-„Experten“ auf den Plan treten und versuchen, den Autoren die Welt zu erklären. Oder die technischen Geräte selbst werden – auch auf den Buchmessen – einfach nur präsentiert und es bleibt der Fantasie des betrachtenden Autors überlassen, was damit anzufangen sei.

Daher ist es eine tolle Sache, dass die Leipziger Buchmesse dieses Jahr am Buchmesse-Wochenende (17.-18.03.2012) mit dem AutorenCamp eine von „Mister BarCamp“ Franz Patzig mit meiner Unterstützung organisierte Plattform speziell für Autoren bietet. Die Grundidee ist, dass hier Autoren selbst ihren Kollegen vorstellen, wie sie mit den neuen Techniken umgehen, welche Erfahrungen sie gemacht haben und welche Fragen offen sind und diskutiert werden sollten. Also ein Austausch auf Augenhöhe unter Autoren. Thematisch ist die Veranstaltung aber offen. Es können alle Themen diskutiert werden, die Autoren interessieren. Es geht also nicht nur um Technik oder Selbstvermarktung.

Was muss ich als Autor tun, um teilzunehmen? Die Sache ist ganz unkompliziert. Einfach hier anmelden. Über die Plattform mixxt organisieren wir die Veranstaltung. Die Teilnahme an den beiden Konferenztagen wird im Verlauf dieser Woche freigeschaltet und schon jetzt kann sich jeder Autor auf die Warteliste setzen. Zudem können schon Themenvorschläge eingebracht werden, sodass die anderen sehen, worum es u.a. gehen könnte.

Natürlich ist eine solche Konferenz auch mit Kosten verbunden, weshalb sich Franz Patzig über Sponsoring-Anfragen ebenfalls freut.

Alle notwendigen Informationen zum offenen und interaktiven BarCamp-Format – einer „Unkonferenz – finden sich auf dieser Seite. Ich beantworte aber auch gern Fragen in den Kommentaren.

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