Gibt es Brand Communities?

von Leander Wattig am 18/11/2009

Francois Gossieaux hat einen interessanten Beitrag zum Thema Brand Communities geschrieben. Er ist der Ansicht, dass es diese nicht geben könne, da es nicht realistisch sei, dass Objekte im Mittelpunkt von Communities stünden. Schließlich fühle man sich eher mit anderen Menschen und deren Interessen/Themen verbunden:

Why Brand Communities Don’t Exist

For communities to work, the members need to be at the center of the community, and so the motivations have to be different from the pure hedonistic pleasure of owning a brand/product.

Völlig richtig, aber für mich ist das kein Widerspruch. Ich denke, dass es sehr wohl Brand Communities geben kann. Nur werden wir sehen, dass Menschen immer stärker zu Marken werden, die dann auch für das stehen, was Gossieaux als notwendig ansieht. Diese Personenmarken können zudem auch passende Produkte verkaufen. Vor allem aber können sie das Engagement der Community-Mitglieder fördern. Letztlich freunden wir uns doch eher mit Personen als mit Objekten an, sodass auch Personenmarken eher von den positiven Effekten solcher “Freundschaften” profitieren können.

Für diesen Trend spricht auch, dass sich die Unternehmen selbst mit ihren Marken gezwungen sehen, immer persönlicher zu kommunizieren, ihre Mitarbeiter sichtbar zu machen und sie als Botschafter einzusetzen.

Ähnliche Artikel auf leanderwattig.de:

  • http://leanderwattig.de/index.php/2009/11/25/das-internet-ist-ein-dorf/ Das Internet ist ein Dorf | Leander Wattig

    [...] Gibt es Brand Communities? [...]

  • http://buchreport-test.wecotec.de/wordpress/?p=32 Leander Wattig: Das Internet ist ein Dorf « buchreport.blog

    [...] Interessant finde ich auch, was Seth Godin vor ein paar Monaten gesagt hat: “The only reason that brands exist is because they invented the road.” Gemeint ist, dass jeder in einem Dorf weiß, ob Fritz der Schmied ein guter Charakter ist und sein Handwerk beherrscht oder ob er sich vor der Arbeit gern mal ein Schlückchen genehmigt und bei der Arbeit pfuscht. Wenn Letzteres der Fall ist, kann man sich aber sicher sein, dass es jeder im Dorf ganz schnell weiß. Marken, so Godin, wurden erst notwendig, als die Waren und Dienstleistungen aus dem Nachbarort kamen, wo man die Leute nicht mehr persönlich kannte. Durch das Internet kehrt sich das Ganze nun zumindest ein Stück weit um. Das sehen wir auch daran, dass Menschen als “Marken” wieder wichtiger werden. [...]

vorheriger Beitrag:

nachfolgender Beitrag:

blogoscoop